Demnach sind über 50 % der Lebenserwartung genetisch determiniert – ein Wert, der frühere Schätzungen von etwa 20 bis 25 % mehr als verdoppelt. Forschende vom Weizmann Institute analysierten dafür zwischen 1870 und 1935 geborene Zwillingskohorten aus Dänemark, Schweden und den USA. Mithilfe mathematischer Modellierung rechneten sie systematisch externe Todesursachen wie Unfälle oder Infektionen heraus.
Das Ergebnis: Der genetische Beitrag zur intrinsischen Lebensspanne beträgt rund 55 %. Die Autor:innen argumentieren, dass frühere Studien extrinsische Mortalität überschätzten und dadurch den erblichen Anteil an der Langlebigkeit systematisch unterschätzten.