ÖAZ Aktuell (Ausgabe 08/2009)

ÖAZtara 08/2009

ÖAZtara

Die optimale
Reiseapotheke
Durchfall:
eine Reaktion –
viele Ursachen
Fallbeispiele aus der Praxis
Der 3D-Zellschutz
aus dem Beiersdorf
Forschungszentrum
Der richtige Sonnenschutz
aus der Apotheke
Gefahren beim Baden
Die Seekrankheit
Reisetipps neu

TARA-Interview

Sonnenschutz, der unter die Haut geht:

Der 3D-Zellschutz aus dem Beiersdorf Forschungszentrum

Der hochwertige Sonnenschutz von Eucerin wird Ihnen in Zukunft als Eucerin Sun Protection in der Apotheke zur Verfügung stehen. Neben den Neuerungen bezüglich der Produkte und des Design steht als Innovation der Tiefenzellschutz im Mittelpunkt des neuen Sortiments. Dr. Simone Presto aus dem Beiersdorf Forschungszentrum stellt das 3-dimensionale Sonnenschutzsystem vor.


Dr. Simone Presto
Medical Affairs, Beiersdorf AG

Was ist der 3-dimensionale Sonnenschutz?
Dr. Presto: Für die Entwicklung der neuen Sonnenschutzprodukte hat sich die Eucerin Hautforschung einer einzigartigen Kombination aus verschiedenen UVA-, UVB- und dem hocheffizienten Breitbandfilter Tinosorb S, der 3-mal mehr UVA-Strahlen als andere Breitbandfilter absorbiert, bedient. Dadurch decken die Produkte ein breites Strahlungsspektrum ab. Doch zusätzlich zum Einsatz physikalischer Filter (Micropigmente wie Titandioxid und Zinkoxid) und chemischer Filter wurde in den neuen Sonnenschutzprodukten der innovative biologische Schutz mit dem Antioxidanz Licochalcone A – sozusagen als dritte Schutzdimension – eingearbeitet, der bis in die Tiefen der Haut wirkt. Die innovative Kombination aus ausgewählten, hochwirksamen UV- Filtern und Licochalcone A wurde bereits zum Patent angemeldet.

Wie wirkt das Antioxidanz Licochalcone A?
Dr. Presto: So wie sich im Hoch­gebirge die Herkunftspflanze Glycyrrhiza inflata selbst vor den Folgen intensiver UV-Strahlung schützt, so schützt das aus ihr gewonnene natürliche Licochalcone die Hautzellen vor freien Radikalen. Zusätzlich stimuliert Licochalcone die vermehrte Bildung hauteigener Anti­oxidantien. Dadurch können die durch UV-Strahlung gebildeten freien Radikalen abgefangen und deaktiviert werden. So stärkt Licochalcone den natürlichen Eigenschutz der Haut und bietet dem Anwender eine zusätzliche Schutzdimension.

Für wen sind die Produkte geeignet?
Dr. Presto: Die neuen Sonnenschutzprodukte von Eucerin sind für viele Anwender geeignet: Die Gesichtsfluids eignen sich für Anwender mit normaler bzw. Mischhaut und für Patienten mit Akne vulgaris. Gerade unter einer Behandlung mit Retinoiden ist für diese Patienten ein medizinischer Sonnenschutz besonders wichtig. Für das Gesichtsfluid SPF 50+ und die Sun Creme SPF 50+ wurde zusätzlich die Verträglichkeit und Wirksamkeit nach dermatologischen Behandlungen wie Gesichtspeeling und Laserbehandlungen klinisch geprüft, sodass Anwendungssicherheit auch bei maximal empfindlicher Haut gegeben ist. Die Sun Cremes eignen sich für die trockene Haut bis hin zum atopischen ­Ekzem. Die Sun Lotion Extra Light können für normale bis trockene Haut empfohlen werden. Die Sun Sprays sind für die normale Haut, insbesondere auch für Männer, gut geeignet. Daneben sind spezielle Produkte für Kinder und für Patienten mit Sonnenallergie verfügbar.

Reicht beim Allergieschutz der LSF 25?
Dr. Presto: Ein Produkt mit einem LSF 25 absorbiert bereits etwa 97% der UV-Strahlung. Das Allergy Protection Sun Creme-Gel mit dem patentierten Wirkstoff Alpha-Glucosyl-Rutin (AGR) wurde speziell für die Bedürfnisse der zu Sonnenallergien neigenden Haut entwickelt und hat sich im Schutz vor Polymorpher Lichtdermatose und Mallorca-Akne bewährt. Die Eucerin Sun Protection Produkte wurden übrigens entsprechend den Empfehlungen der EU-Kommission entwickelt und erfüllen diese vollständig.

Wie wirkt die Kids Micropigmente Creme?
Dr. Presto: Die Kids Micropigment Sun Lotion enthält Micropigmente, die als Breitbandfilter wirken und die UVA- und UVB- Strahlung reflektieren bzw. zerstreuen. Derzeit ist mit Mikropigmenten nur der Australische Standard zu erreichen, der aber bereits eine 90% Absorption der UVA-Strahlen ermöglicht. Eine Kennzeichnung nach den neuen Empfehlungen ist daher nicht möglich, Pädiater und Dermatologen empfehlen aber nach wie vor für Krabbelkinder Sonnenschutzprodukte auf Micropigmentbasis. Zudem stellen sie für Anwender, die keine Sonnenschutzprodukte mit chemischen Filtern verwenden möchten oder können, die gute Alternative dar.

Wie kann man sich zusätzlich in der Sonne schützen?
Dr. Presto: Zuerst ist natürlich das ausreichende und rechtzeitige Auftragen des richtigen Sonnenschutzes zu beachten. Eine Bevorratung z.B. vor einem Urlaub ist wichtig, da Produkte vor Ort erhebliche Qualitätsmängel aufweisen können. Zweitens spenden ein breitkrempiger Hut und eine entsprechend geprüfte Sonnenbrille Schatten. Baseball-Kappen sind leider für den Schutz vor Sonne ungeeignet, denn sie schützen nicht die Ohren und den Nacken.
Schließlich bietet Kleidung je nach Gewebe Farbe und Zustand einen gewissen Schutz vor der UV-Strahlung. Gerade Kinder muss man beim Planschen am und im Wasser gut schützen, z.B. auch durch ­spezielle UV- Schutzkleidung. Prinzipiell gilt natürlich: Ist der Schatten kürzer als Sie selbst, besteht eine hohe UV-Belas­tung: Raus aus der Sonne!
Ist der Schatten länger als Sie selbst, ist das Risiko deutlich geringer. Raus ins Freie!

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