Salzreiche Ernährung
Erhöhte Aggressivität
von Magenkeimen
Eine salzreiche Ernährung wirkt sich nicht
nur ungünstig
auf den Blutdruck aus. Hohe Salzkonzentrationen im Magen verstärken
offenbar auch die Aggressivität des Magenbakteriums Helicobacter
pylori, das unter anderem Magengeschwüre und Gastritis verursacht.
In den USA tragen schätzungsweise 20 Prozent der Menschen
unter 40 Jahren und jeder zweite über 60-Jährige
den Magenkeim in sich. Aber nur bei einem kleinen Teil der
Infizierten löst der Erreger Magenerkrankungen aus. Dabei
spielt offenbar auch der Faktor Ernährung eine Rolle.
Forscher der amerikanischen Universität Bethesda untersuchten
die Auswirkungen hoher Salzkonzentrationen auf Wachstum und Aktivität
der Bakterien. Zwar schwächte Salz das Wachstum der Keime
sowie die Zellteilung, wie die Forscher auf einer Tagung
in Toronto berichteten. Allerdings regte Salz die Aktivität
zweier Gene an, die die Aggressivität der Bakterien fördern. |