Der neue Lagerautomat in
derLandschaftsapotheke
Durch Automatisierung: Konzentration auf die Kernkompetenzen
Die Schubsäulen in den Apotheken,
in denen die Präparate
alphabetisch lagern, sind ein Auslaufmodell. Die Zukunft gehört
auch in der Apotheke der Automatisierung. „Durch unseren
neuen Lagerautomaten haben meine Mitarbeiter noch mehr Zeit für
die Kunden“, sagt Dr. Christian Müller-Uri, Apotheker
in Schwechat und Präsidiumsmitglied der Österreichischen
Apothekerkammer. Der neue Automat* in seiner Apotheke – der
ca. 8,5 Meter lang und 1,3 Meter breit ist – schlichtet
die Packungen nach Höhenklassen und schafft dadurch viel
neuen Platz (*Firma Rowa).
In Sekundenschnelle an der Tara
Die Anforderungen an eine moderne Apotheke steigen. Neben den »klassischen« Aufgaben
der Arzneimittelversorgung der Bevölkerung und der Beratung
der Kunden hinsichtlich ihrer Medikamente kommen immer mehr logistische
Herausforderungen hinzu. Mittlerweile liegen in einer durchschnittlich
großen Apotheke bereits 12.000 Packungen auf Lager. Die
optimale und reibungslose Organisation des Apotheken-Warenlagers
ist daher von zentraler Bedeutung. Die Apotheken-Automatisierung
vereinfacht einerseits das Handling des Wareneingangs, andererseits
bietet sie eine bessere Kontrolle über den Warenbestand
und bringt zusätzlich einen Raum- und Zeitgewinn. Die gewonnene
Zeit wird für die noch intensivere Betreuung der Kunden
genutzt. Die Apotheken-Mitarbeiter müssen nicht mehr von
ihren Kunden »weglaufen«, um ein Präparat zu
holen. Die Anforderung der Packungen erfolgt über das Warenwirtschaftssystem;
der Kommissionierautomat sorgt dafür, dass die Medikamente
in wenigen Sekunden an der Tara sind.

Die Verbesserung der Lagerhaltung und der
Arbeitsabläufe ermöglicht eine intensivere
Kundenbetreuung.
Bessere Organisation
Wichtig ist auch eine Verbesserung der Organisation. Die
Arbeitsabläufe in der Apotheke werden durch klare Arbeitswege
definiert. Jedes Präparat ist an seinem Platz und direkt
verfügbar. Durch den Automaten wird die Warenbewirtschaftung
für den Apotheker im Grunde genommen zur Nebensache, so
dass er sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren kann. Außerdem
spart der Lagerautomat eine Menge Zeit, da er für die Einlagerung
der Waren nur 40 Minuten pro Tag braucht, während eine Pharmazeutisch-Kaufmännische
Assistentin (PKA) rund vier Stunden am Tag für den Wareneingang
benötigt.

v.li.: Landtagsabg. G. Razborcan, Dr. Müller-Uri, Staatssekr.
Christa Kranzl, Abg. z. NR Bgm. H. Fazekas (© Apotheker Krone)
Raum- und Zeitgewinn durch einen
innovativen Kommissionierautomaten.
Foto: Rowa
Der Alltag mit dem
Kommissionierautomat
Die praktische Arbeit mit einem Kommissionierautomat gestaltet
sich in der Regel folgendermaßen: Die angelieferte Ware
wird an einer Eingabestation eingescannt und anschließend
automatisch von der Maschine in Höhe, Tiefe und Breite vermessen.
Vorteil dieser halbautomatischen Einlagerung: Hier können
bei Bedarf auch gleich Verfallsdaten eingegeben werden. Über
ein Förderband und mit einem Greifer wird die Ware in den
Kommissionierautomaten transportiert und dort an einem freien
Lagerplatz entsprechend der Größe der Packung abgelegt
und zugleich für die Warenanforderung zur Verfügung
gestellt. Das Resultat dieses neuen Gesamtkonzepts ist eine dienstleistungsorientierte
Apotheke, in der die Kunden im Mittelpunkt stehen und sich die
Apotheker mehr Zeit für die Beratung nehmen können.
Weitere Informationen und Fragen an:
Dr. Christian Müller-Uri, Landschaftsapotheke Schwechat,
Tel. 01/707 64 96, apo.mueller-uri@ycn.com
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