ÖAZ Aktuell (Ausgabe 16/2007)

Information 16/2007

INFORMATION

Der neue Lagerautomat in der Landschafts-apotheke

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Industrie

Der neue Lagerautomat in derLandschaftsapotheke

Durch Automatisierung: Konzentration auf die Kernkompetenzen

Dr. Christian Müller-Uri

Die Schubsäulen in den Apotheken, in denen die Präparate alphabetisch lagern, sind ein Auslaufmodell. Die Zukunft gehört auch in der Apotheke der Automatisierung. „Durch unseren neuen Lagerautomaten haben meine Mitarbeiter noch mehr Zeit für die Kunden“, sagt Dr. Christian Müller-Uri, Apotheker in Schwechat und Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer. Der neue Automat* in seiner Apotheke – der ca. 8,5 Meter lang und 1,3 Meter breit ist – schlichtet die Packungen nach Höhenklassen und schafft dadurch viel neuen Platz (*Firma Rowa).

In Sekundenschnelle an der Tara
Die Anforderungen an eine moderne Apotheke steigen. Neben den »klassischen« Aufgaben der Arzneimittelversorgung der Bevölkerung und der Beratung der Kunden hinsichtlich ihrer Medikamente kommen immer mehr logistische Herausforderungen hinzu. Mittlerweile liegen in einer durchschnittlich großen Apotheke bereits 12.000 Packungen auf Lager. Die optimale und reibungslose Organisation des Apotheken-Warenlagers ist daher von zentraler Bedeutung. Die Apotheken-Automatisierung vereinfacht einerseits das Handling des Wareneingangs, andererseits bietet sie eine bessere Kontrolle über den Warenbestand und bringt zusätzlich einen Raum- und Zeitgewinn. Die gewonnene Zeit wird für die noch intensivere Betreuung der Kunden genutzt. Die Apotheken-Mitarbeiter müssen nicht mehr von ihren Kunden »weglaufen«, um ein Präparat zu holen. Die Anforderung der Packungen erfolgt über das Warenwirtschaftssystem; der Kommissionierautomat sorgt dafür, dass die Medikamente in wenigen Sekunden an der Tara sind.


Die Verbesserung der Lagerhaltung und der Arbeitsabläufe ermöglicht eine intensivere Kundenbetreuung.

Bessere Organisation
Wichtig ist auch eine Verbesserung der ­Organisation. Die Arbeitsabläufe in der Apotheke werden durch klare Arbeitswege definiert. Jedes Präparat ist an seinem Platz und direkt verfügbar. Durch den Automaten wird die Warenbewirtschaftung für den Apotheker im Grunde genommen zur Nebensache, so dass er sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren kann. Außerdem spart der Lagerautomat eine Menge Zeit, da er für die Einlagerung der Waren nur 40 Minuten pro Tag braucht, während eine Pharmazeutisch-Kaufmännische Assistentin (PKA) rund vier Stunden am Tag für den Wareneingang benötigt.


v.li.: Landtagsabg. G. Razborcan, Dr. Müller-Uri, Staatssekr. Christa Kranzl, Abg. z. NR Bgm. H. Fazekas (© Apotheker Krone)

Raum- und Zeitgewinn durch einen innovativen Kommissionierautomaten.
Foto: Rowa

Der Alltag mit dem Kommissionierautomat
Die praktische Arbeit mit einem Kommissionierautomat gestaltet sich in der Regel folgendermaßen: Die angelieferte Ware wird an einer Eingabestation eingescannt und anschließend automatisch von der Maschine in Höhe, Tiefe und Breite vermessen. Vorteil dieser halbautomatischen Einlagerung: Hier können bei Bedarf auch gleich Verfallsdaten eingegeben werden. Über ein Förderband und mit einem Greifer wird die Ware in den Kommissionierautomaten transportiert und dort an einem freien Lagerplatz entsprechend der Größe der Packung abgelegt und zugleich für die Warenanforderung zur Verfügung gestellt. Das Resultat dieses neuen Gesamtkonzepts ist eine dienstleistungsorientierte Apotheke, in der die Kunden im Mittelpunkt stehen und sich die Apotheker mehr Zeit für die Beratung nehmen können.

Weitere Informationen und Fragen an:
Dr. Christian Müller-Uri, Landschaftsapotheke Schwechat, Tel. 01/707 64 96, apo.mueller-uri@ycn.com

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