ÖAZ Aktuell (Ausgabe 14/2007)

Hauptartikel 14/2007

HAUPTARTIKEL

Ein Buchenwald als Öko-Labor: CO2 von Mikroorganismen

Antibiotika-Säfte
Würmer und Reisen – Würmer auf Reisen
Bilanz 2006
Österreichische Apothekerbank

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss der Österreichischen Apothekerbank reg.Gen.m.b.H., Wien IX., für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2006 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Die Buchführung, die Aufstellung und der Inhalt dieses Jahresabschlusses sowie des Lageberichtes in Übereinstimmung mit den österreichischen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen in der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe ­eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage ­unserer Prüfung und einer Aussage, ob der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss steht.

Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschluss­prüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass ein hinreichend sicheres Urteil darüber abgegeben werden kann, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist und eine Aussage getroffen werden kann, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Unternehmens sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für ­Beträge und sonstige Angaben in der Buchführung und im Jahres­abschluss überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen, wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften sowie den ­ergänzenden Bestimmungen in der Satzung und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens zum 31. Dezember 2006 sowie der Ertragslage des Unternehmens für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2006 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Wien, 30. März 2007

Prüfer: Bernhard Nebauer e.h. Mag. Dr. Walter Ruprich e.h.

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ANHANG zum JAHRESABSCHLUSS 2006

Die Vergleichswerte des Vorjahres wurden auf volle Tausend Euro abgerundet und sind im Anhang in Klammern angemerkt, in der Summenbildung sind daher Rundungsdifferenzen nicht auszuschließen.

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Jahresabschluss 2006 wurde in Euro erstellt. Die Aufstellung des Jahresabschlusses 2006 erfolgte nach den Bestimmungen des Bankwesengesetzes, des Handelsgesetzbuches und des Rechnungslegungsgesetzes. Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des ­Unternehmens unterstellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und der Generalnorm aufgestellt, welche die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens fordern.
Dem Vorsichtsprinzip wurde unter Berücksichtigung der ­Besonderheiten des Bankgeschäftes Rechnung getragen.
Die bisher angewandten Bewertungsmethoden wurden bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.
Die Form der Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.

2. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und ­Verlustrechnung
Von den zum Börsenhandel zugelassenen Wertpapieren der Aktivposten, Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von insgesamt € 23.263.750,00 (31.263 T€) waren alle in Form eines schriftlichen Beschlusses dem Anlagevermögen gewidmet.
Der Ansatz von Beteiligungen erfolgte zu den Anschaffungskosten unter Beachtung des gemilderten Niederstwertprinzips. Der Ansatz der in anderen Aktivposten enthaltenen Wertpapiere des Anlagevermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten oder Rücknahmewerten unter Beachtung des gemilderten Niederstwertprinzips. Vom Wahlrecht der zeitanteiligen Ab- bzw. Zuschreibung gemäß § 56 Abs 2 bzw. 3 BWG wurde nicht Gebrauch gemacht.

Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden und sonstige Forderungen wurden als Umlaufvermögen nach den Vorschriften des § 207 HGB bewertet.

Von den in der Bilanz erfassten, zum Börsenhandel zugelassenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren in Höhe von € 19.865.012,00 (28.221 T€) ­notierten alle an der Börse.
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere waren in Höhe von € 4.872.017,15 (3.542 T€) zum Börsenhandel zugelassen.

Das Volumen der im Wertpapier-Handelsbuch enthaltenen Wertpapiere beträgt € 1.769.995,95 (499 T€). Zum Stichtag waren im Wertpapierhandelsbuch keine sonstigen Finanzinstrumente enthalten.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, vermindert um planmäßige ­Abschreibungen. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen. Die Abschreibungsdauer beträgt für die ­Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 2 und 10 Jahre.
Verbindlichkeiten wurden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.
In der Position sonstige Verbindlichkeiten waren Zinsabgrenzungen in Höhe von € 756.312,52 (728 T€) bemerkenswert.
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Teilwertverfahren auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 3,5% unter Zugrundelegung der Berechnungstafeln von Pagler-Pagler berechnet.

Die Abfertigungsrückstellung ist nach finanzmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 3,5% ermittelt. Die Berechnung erfolgte unter Beachtung des Fachgutachtens Nr. 78 des Instituts für Betriebswirtschaft, Steuerrecht und Organisation der Kammer der Wirtschaftstreuhänder.

In den sonstigen Rückstellungen wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken sowie die der Höhe und dem Grunde nach ungewissen Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind.

Im Geschäftsjahr 2006 wurden nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von € 2.500.000,00 (1.000 T€) mit einer Verzinsung von 4,25% aufgenommen. Diese nachrangigen Verbindlichkeiten sind mit 6. 11. 2014 fällig und in Form einer Dauer­emission gestaltet. Die Verbindlichkeit wird im Falle der Liquidation oder des Konkurses nachrangig nach allen anderen nicht nachrangigen Gläubigern befriedigt. Eine vorzeitige Rückzahlung der nachrangigen Verbindlichkeiten ist nur unter folgenden Voraussetzungen möglich: die Apothekerbank kann mit Wirksamkeit vor Ablauf einer Restlaufzeit von drei Jahren ohne Kündigungsfrist kündigen, wenn sie zuvor Kapital in gleicher Höhe und zumindest gleicher Eigenmittelqualität beschafft und ihr Bankprüfer dies bestätigt hat.

Die Umwandlung der nachrangigen Verbindlichkeiten in Kapital oder eine andere Form von Verbindlichkeit ist nicht möglich.
Im Geschäftsjahr wurden für nachrangige Verbindlichkeiten Aufwendungen in Höhe von € 300.618,43 (243 T€) geleistet.

Die Veränderung der Anzahl der Mitglieder, der Geschäftsanteile, der darauf geleisteten Beträge und Haftungssummen betrug im Geschäftsjahr:
Zum 31.12.2006 bestanden Haftungssummen in Höhe von € 2.847.760,00 (2.275 T€), die sich gegenüber dem Vorjahr um € 571.880,00 (179 T€) erhöht haben.

In den Aktivposten sind auf Fremdwährung lautende Aktiva im Gesamtbetrag von € 53.980.353,52 (43.025 T€) enthalten, der Gesamtbetrag der auf Fremdwährung lautenden Passiva beträgt € 53.943.399,43 (42.994 T€).

Die nicht täglich fälligen Forderungen und Guthaben enthalten Beträge mit folgenden Restlaufzeiten: bis drei Monate 3.845.671,87 T€ (3.775 T€), mehr als drei Monate bis ein Jahr 10.042.009,14 T€ (17.080 T€), mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 46.474.563,45 T€ (51.834 T€), mehr als 5 Jahre 166.664.126,42 T€ (73.340 T€).

Die nicht täglich fälligen Verpflichtungen enthalten Beträge mit folgenden Restlaufzeiten: bis drei Monate 58.148.809,95 T€ (61.106 T€), mehr als drei Monate bis ein Jahr 11.641.279,92 T€ (63.889 T€), mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 56.499.965,49 T€ (60.934 T€), mehr als 5 Jahre 73.569.185,59 T€ (67 T€).

Im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr werden Forderungen aus Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren in Höhe von € 1.989.000,00 (8.065 T€) fällig.
Von den vom Kreditinstitut selbst begebenen Schuldverschreibungen (Kassenobligationen) stehen im nächsten Geschäftsjahr € 3.864.534,60 (6.160 T€) zur Tilgung an.

3. Angaben über Organe und Arbeitnehmer
Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 33,93 (33) Angestellte beschäftigt.
Im Geschäftsjahr wurden Mitgliedern des Vorstandes Kredite und Darlehen im Ausmaß von € 30.000,00 (1 T€) gewährt. Mitgliedern des Aufsichtsrates wurden Kredite und Darlehen im Ausmaß von € 3.630,00 (25 T€) gewährt. Die Bedingungen betreffend Laufzeit und Besicherung sind marktkonform. Bei Krediten und Darlehen an Mitglieder des Vorstandes wurden im laufenden Geschäftsjahr € 36.039,00 (46 T€) zurückbezahlt, bei Krediten und Darlehen an Mitglieder des Aufsichtsrates € 21.247,00 (11 T€).
An Abfertigungen und Pensionen wurden für aktive und ehemalige Mitglieder des Vorstandes € 101.197,40 (69 T€), für andere Arbeitnehmer € 186.343,32 (177 T€) aufgewendet.

Die Gesamtbezüge der im Geschäftsjahr aktiven und ehemaligen Geschäftsleiter beliefen sich auf € 473.961,46 (389 T€). Die Gesamtbezüge der im Geschäftsjahr tätigen Mitglieder des Aufsichtsrates beliefen sich auf € 69.932,79 (67 T€).
Der Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr aus folgenden Personen zusammen:

Herr Mag. pharm. Dr. Gerhard TROUSIL (Obmann), Herr Dir. Othmar SCHMID (Obmann-Stv.), Herr Dir. Helmut KNEISSL
Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr aus folgenden Personen zusammen:

Herr Mag. pharm. Gottfried BAHR (Vorsitzender), Herr Mag. pharm. Dr. Herbert CABANA (Vorsitzender-Stellvertreter bis 20. 6. 2006), Herr Mag. pharm. Heinrich BURGGASSER, Frau Mag. pharm. Dr. Christiane KÖRNER (ab 20.06.2006), Herr Mag. pharm. Leopold SCHMUDERMAIER (Mitglied bis 20.06.2006, Vorsitzender-Stellvertreter ab 20. 6. 2006), Herr Dr. jur. Helmut SZONGOTT, Herr Dr. jur. Wolfgang VÖLKL, Herr Mag. pharm. Dr. Andreas WINDISCHBAUER.
Im Geschäftsjahr waren folgenden Personen als Geschäftsleiter gemäß § 2 Z 1 BWG tätig:
Herr Dir. Othmar SCHMID und Herr Dir. Helmut KNEISSL

Wien, am 16. März 2007
ÖSTERREICHISCHE APOTHEKERBANK
registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung
Dir. Othmar Schmid e.h. Dir. Helmut Kneissl e.h.
(Mitglied des Vorstandes) (Mitglied des Vorstandes)
Mag. pharm. Dr. Gerhard Trousil e.h.
(Obmann des Vorstandes)

Die Genossenschaft ist beim Landesgericht als Handelsgericht unter der Firmenbuchnummer FN 98423s eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. 12. 2006 wurde in der Generalversammlung vom 12. 6. 2007 beschlossen.

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