
Bestätigungsvermerk
Wir haben den Jahresabschluss der Österreichischen Apothekerbank
reg.Gen.m.b.H., Wien IX., für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner
bis 31. Dezember 2006 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft.
Die Buchführung, die Aufstellung und der Inhalt dieses Jahresabschlusses
sowie des Lageberichtes in Übereinstimmung mit den österreichischen
handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen
in der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
der Genossenschaft. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines
Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer
Prüfung und einer Aussage, ob der Lagebericht in Einklang mit
dem Jahresabschluss steht.
Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich
geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer
Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze
erfordern, die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass
ein hinreichend sicheres Urteil darüber abgegeben werden kann,
ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist
und eine Aussage getroffen werden kann, ob der Lagebericht mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen
werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über
das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Unternehmens sowie die
Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im
Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für Beträge
und sonstige Angaben in der Buchführung und im Jahresabschluss überwiegend
auf Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst ferner
die Beurteilung der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und
der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen, wesentlichen Schätzungen
sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend
sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund
der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss
nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden
Bestimmungen in der Satzung und vermittelt ein möglichst getreues
Bild der Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens zum 31. Dezember
2006 sowie der Ertragslage des Unternehmens für das Geschäftsjahr
vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2006 in Übereinstimmung mit
den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Wien, 30. März 2007
Prüfer: Bernhard Nebauer e.h. Mag. Dr. Walter
Ruprich e.h.
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ANHANG zum
JAHRESABSCHLUSS 2006
Die Vergleichswerte des Vorjahres wurden auf volle
Tausend Euro abgerundet und sind im Anhang in Klammern angemerkt, in
der Summenbildung sind daher Rundungsdifferenzen nicht auszuschließen.
1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Jahresabschluss 2006 wurde in Euro erstellt. Die Aufstellung des
Jahresabschlusses 2006 erfolgte nach den Bestimmungen des Bankwesengesetzes,
des Handelsgesetzbuches und des Rechnungslegungsgesetzes. Bei der Bewertung
der Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz
der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens
unterstellt.
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung und der Generalnorm aufgestellt, welche die Vermittlung
eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Unternehmens fordern.
Dem Vorsichtsprinzip wurde unter Berücksichtigung der Besonderheiten
des Bankgeschäftes Rechnung getragen.
Die bisher angewandten Bewertungsmethoden wurden bei der Erstellung des
vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.
Die Form der Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung
ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.
2. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung
Von den zum Börsenhandel zugelassenen Wertpapieren der Aktivposten,
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien
und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von insgesamt € 23.263.750,00
(31.263 T€) waren alle in Form eines schriftlichen Beschlusses dem
Anlagevermögen gewidmet.
Der Ansatz von Beteiligungen erfolgte zu den Anschaffungskosten unter
Beachtung des gemilderten Niederstwertprinzips. Der Ansatz der in anderen
Aktivposten enthaltenen Wertpapiere des Anlagevermögens erfolgte
zu den Anschaffungskosten oder Rücknahmewerten unter Beachtung des
gemilderten Niederstwertprinzips. Vom Wahlrecht der zeitanteiligen Ab-
bzw. Zuschreibung gemäß § 56 Abs 2 bzw. 3 BWG wurde nicht
Gebrauch gemacht.
Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden und sonstige Forderungen
wurden als Umlaufvermögen nach den Vorschriften des § 207 HGB
bewertet.
Von den in der Bilanz erfassten, zum Börsenhandel zugelassenen Schuldverschreibungen
und anderen festverzinslichen Wertpapieren in Höhe von € 19.865.012,00
(28.221 T€) notierten alle an der Börse.
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere waren in Höhe
von € 4.872.017,15 (3.542 T€) zum Börsenhandel zugelassen.
Das Volumen der im Wertpapier-Handelsbuch enthaltenen Wertpapiere beträgt € 1.769.995,95
(499 T€). Zum Stichtag waren im Wertpapierhandelsbuch keine sonstigen
Finanzinstrumente enthalten.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten
bewertet, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die
planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen. Die Abschreibungsdauer
beträgt für die Betriebs- und Geschäftsausstattung
zwischen 2 und 10 Jahre.
Verbindlichkeiten wurden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.
In der Position sonstige Verbindlichkeiten waren Zinsabgrenzungen in
Höhe von € 756.312,52 (728 T€) bemerkenswert.
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen
Grundsätzen nach dem Teilwertverfahren auf Basis eines Rechnungszinssatzes
von 3,5% unter Zugrundelegung der Berechnungstafeln von Pagler-Pagler
berechnet.
Die Abfertigungsrückstellung ist nach finanzmathematischen Grundsätzen
auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 3,5% ermittelt. Die Berechnung
erfolgte unter Beachtung des Fachgutachtens Nr. 78 des Instituts für
Betriebswirtschaft, Steuerrecht und Organisation der Kammer der Wirtschaftstreuhänder.
In den sonstigen Rückstellungen wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips
alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken sowie die
der Höhe und dem Grunde nach ungewissen Verbindlichkeiten mit den
Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer
Beurteilung erforderlich sind.
Im Geschäftsjahr 2006 wurden nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe
von € 2.500.000,00 (1.000 T€) mit einer Verzinsung von 4,25%
aufgenommen. Diese nachrangigen Verbindlichkeiten sind mit 6. 11. 2014
fällig und in Form einer Daueremission gestaltet. Die Verbindlichkeit
wird im Falle der Liquidation oder des Konkurses nachrangig nach allen
anderen nicht nachrangigen Gläubigern befriedigt. Eine vorzeitige
Rückzahlung der nachrangigen Verbindlichkeiten ist nur unter folgenden
Voraussetzungen möglich: die Apothekerbank kann mit Wirksamkeit
vor Ablauf einer Restlaufzeit von drei Jahren ohne Kündigungsfrist
kündigen, wenn sie zuvor Kapital in gleicher Höhe und zumindest
gleicher Eigenmittelqualität beschafft und ihr Bankprüfer dies
bestätigt hat.
Die Umwandlung der nachrangigen Verbindlichkeiten in Kapital oder eine
andere Form von Verbindlichkeit ist nicht möglich.
Im Geschäftsjahr wurden für nachrangige Verbindlichkeiten Aufwendungen
in Höhe von € 300.618,43 (243 T€) geleistet.
Die Veränderung der Anzahl der Mitglieder, der Geschäftsanteile,
der darauf geleisteten Beträge und Haftungssummen betrug im Geschäftsjahr:
Zum 31.12.2006 bestanden Haftungssummen in Höhe von € 2.847.760,00
(2.275 T€), die sich gegenüber dem Vorjahr um € 571.880,00
(179 T€) erhöht haben.
In den Aktivposten sind auf Fremdwährung lautende Aktiva im Gesamtbetrag
von € 53.980.353,52 (43.025 T€) enthalten, der Gesamtbetrag
der auf Fremdwährung lautenden Passiva beträgt € 53.943.399,43
(42.994 T€).
Die nicht täglich fälligen Forderungen und Guthaben enthalten
Beträge mit folgenden Restlaufzeiten: bis drei Monate 3.845.671,87
T€ (3.775 T€), mehr als drei Monate bis ein Jahr 10.042.009,14
T€ (17.080 T€), mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 46.474.563,45 T€ (51.834
T€), mehr als 5 Jahre 166.664.126,42 T€ (73.340 T€).
Die nicht täglich fälligen Verpflichtungen enthalten Beträge
mit folgenden Restlaufzeiten: bis drei Monate 58.148.809,95 T€ (61.106
T€), mehr als drei Monate bis ein Jahr 11.641.279,92 T€ (63.889
T€), mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 56.499.965,49 T€ (60.934 T€),
mehr als 5 Jahre 73.569.185,59 T€ (67 T€).
Im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr werden Forderungen
aus Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren
in Höhe von € 1.989.000,00 (8.065 T€) fällig.
Von den vom Kreditinstitut selbst begebenen Schuldverschreibungen (Kassenobligationen)
stehen im nächsten Geschäftsjahr € 3.864.534,60 (6.160
T€) zur Tilgung an.
3. Angaben über
Organe und Arbeitnehmer
Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 33,93 (33)
Angestellte beschäftigt.
Im Geschäftsjahr wurden Mitgliedern des Vorstandes Kredite und Darlehen
im Ausmaß von € 30.000,00 (1 T€) gewährt. Mitgliedern
des Aufsichtsrates wurden Kredite und Darlehen im Ausmaß von € 3.630,00
(25 T€) gewährt. Die Bedingungen betreffend Laufzeit und Besicherung
sind marktkonform. Bei Krediten und Darlehen an Mitglieder des Vorstandes
wurden im laufenden Geschäftsjahr € 36.039,00 (46 T€)
zurückbezahlt, bei Krediten und Darlehen an Mitglieder des Aufsichtsrates € 21.247,00
(11 T€).
An Abfertigungen und Pensionen wurden für aktive und ehemalige Mitglieder
des Vorstandes € 101.197,40 (69 T€), für andere Arbeitnehmer € 186.343,32
(177 T€) aufgewendet.
Die Gesamtbezüge der im Geschäftsjahr aktiven und ehemaligen
Geschäftsleiter beliefen sich auf € 473.961,46 (389 T€).
Die Gesamtbezüge der im Geschäftsjahr tätigen Mitglieder
des Aufsichtsrates beliefen sich auf € 69.932,79 (67 T€).
Der Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr aus folgenden Personen
zusammen:
Herr Mag. pharm. Dr. Gerhard TROUSIL (Obmann), Herr Dir. Othmar SCHMID
(Obmann-Stv.), Herr Dir. Helmut KNEISSL
Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr aus folgenden Personen
zusammen:
Herr Mag. pharm. Gottfried BAHR (Vorsitzender), Herr Mag. pharm. Dr.
Herbert CABANA (Vorsitzender-Stellvertreter bis 20. 6. 2006), Herr Mag.
pharm. Heinrich BURGGASSER, Frau Mag. pharm. Dr. Christiane KÖRNER
(ab 20.06.2006), Herr Mag. pharm. Leopold SCHMUDERMAIER (Mitglied bis
20.06.2006, Vorsitzender-Stellvertreter ab 20. 6. 2006), Herr Dr. jur.
Helmut SZONGOTT, Herr Dr. jur. Wolfgang VÖLKL, Herr Mag. pharm.
Dr. Andreas WINDISCHBAUER.
Im Geschäftsjahr waren folgenden Personen als Geschäftsleiter
gemäß § 2 Z 1 BWG tätig:
Herr Dir. Othmar SCHMID und Herr Dir. Helmut KNEISSL
Wien, am 16. März 2007
ÖSTERREICHISCHE APOTHEKERBANK
registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung
Dir. Othmar Schmid e.h. Dir. Helmut Kneissl e.h.
(Mitglied des Vorstandes) (Mitglied des Vorstandes)
Mag. pharm. Dr. Gerhard Trousil e.h.
(Obmann des Vorstandes)
Die Genossenschaft ist beim Landesgericht als Handelsgericht unter der
Firmenbuchnummer FN 98423s eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. 12.
2006 wurde in der Generalversammlung vom 12. 6. 2007 beschlossen.

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