ÖAZ Aktuell (Ausgabe 9/2006)

Kurz & Aktuell 9/2006

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KURZ & AKTUELL

»Arzneimittel-Sicherheitsgurt«

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Neu in Salzburgs Apotheken

»Arzneimittel-Sicherheitsgurt«

Salzburgs Kammerpräsident Dr. Friedemann Bachleitner-Hofmann: „Man sollte sich mit seinem Apotheker beraten, was wirklich sinnvoll und nötig ist.“

Eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass jeder 5. Patient in Österreich seine Medikamente falsch, zu kurz oder gar nicht einnimmt. Und jedes 4. verabreichte Arzneimittel verursacht Wechselwirkungen, die zu Gesundheitsproblemen führen können. Mit der Initiative »Apo.k.« starteten vor kurzem Salzburgs Apotheken mit Unterstützung von LH Gabi Burgstaller und der Uniqa-Versicherung das Gesundheitsservice »Arzneimittel-Sicherheitsgurt«.
In der Pressekonferenz präsentierte die Salzburger Apothekerkammer gemeinsam mit LH Burgstaller die neue Serviceleistung der Apotheker, die die Effizienzsteigerung der Arzneimitteltherapie zum Ziel hat. Burgstaller: „Das neue System ist einfach, schnell, geht auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten ein und ist für mich absolut zukunftsorientiert“. Salzburgs Apothekerkammerpräsident Dr. Friedemann Bachleitner-Hofmann: „Die Apotheker sind die Arzneimittelexperten. Bei uns laufen die Fäden der Verschreibung, der Abgabe und der Beratung zusammen. Daher ist es nahe liegend, dass wir uns damit beschäftigen, wie die vom Arzt verordnete Therapie am effektivsten und sichersten für den Patienten umzusetzen ist.“ „Uns geht es um optimale Sicherheit und Wirksamkeit der Medikamente“, so der »Apo.k.«-Initiator Apotheker Mag. Christian Wurstbauer. Auf Wunsch des Patienten wird dabei in der betreuenden Apotheke eine persönliche Datenbank angelegt. Darin werden alle Medikamente, die ein Patient verschrieben bekommt, in einem Arzneimittel-Stammblatt gespeichert. Dasselbe geschieht mit rezeptfreien Nahrungsergänzungsmitteln. Eine Sicherheits-Software prüft laufend im Hintergrund, ob Wechselwirkungen entstehen können. Auf dieser individuellen Basis kann der Apotheker sein Expertenwissen optimal einsetzen, sofort warnen und falls notwendig mit dem Arzt Rücksprache halten. Diese Software berechnet auch, wie lange die Patienten bei richtiger Einnahme mit ihren Arzneimitteln auskommen werden. In Salzburg wird außerdem erstmals die »Impferinnerung« in das System des Arzneimittelgurts integriert.

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