ÖAZ Aktuell (Ausgabe 16/2005)

Information 16/2005

INFORMATION

Liebe Kolleginnen!
Können Sie richtig erste Hilfe leisten?
Sommertreffen der freien Berufe
EU-Abgeordneter Ettl für hohe Qualität der Gesundheitsberufe
PharmXplorer: Zertifizierte Fortbildung
(Traum-)Urlaub: NÖ Apotheker informieren
Dkfm. Karl Viehböck
Ein prominenter »Steuermann« ist 80
Prädiktive Gendiagnostik:
Stellungnahmen: AMK, DPhG und ÖPhG
Nachwahl im Verband Angestellter Apotheker Österreichs: Mag. pharm. Andrea Vlasek - neue Vermögensverwalterin des VAAÖ
Mag. pharm. Herbert Allex im Ruhestand
Allergien - Epidemien des 21. Jahrhunderts
2. Waldviertler Parkinson Tage: Österreichische Apothekerkammer NÖ

Tagung der selb-
ständigen Apotheker:
15.-18. 9. 2005, Villach

Industrie
Bücher

Können sie richtig erste Hilfe leisten ?

Liebe KollegInnen !

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie es denn so ist, wenn Sie zu einem Unfall kommen, oder wenn jemand ausgerechnet in Ihrer Apotheke zusammenbricht? Wissen Sie noch von damals, wie es um die stabile Seitenlage bestellt ist, oder wie man rasch jemanden aus einer Gefahrenzone verbringt oder gar aus einem Auto aus einer misslichen Enge befreit; oder was gar ist ein Defibrillator?!?
Seien Sie ganz ehrlich, Sie wissen es nur mehr schemenhaft oder gar nicht mehr. Und dennoch: Jede Minute kann etwas passieren, wo Ihre »Erste-Hilfe-Stellung« erforderlich ist und Sie auf alle Fälle ein Menschenleben retten könnten und auch – so gut Sie es vermögen – müssen.
Ich war ganz ehrlich zu mir selbst: Ich habe am Dienstag, dem 21. Juni, vom Angebot der NÖ Landesgeschäftsstelle gemeinsam mit acht anderen KollegInnen Gebrauch gemacht und das Erste-Hilfe-Seminar unter der Leitung von Mag. pharm. Irina Schwabegger (Apothekerin und Rot-Kreuz-Fachfrau) im Apothekerhaus besucht. Ich war erstaunt, was sich in den letzten Jahren in Sprache und Ausübung der Ersten Hilfe verändert hat.
Durch praxisorientiertes Vorzeigen und gekonntes Unterrichten von Kollegin Schwabegger hat man wieder Sicherheit im Umgang mit dem Thema Erste-Hilfe erlangt, und ich getraue mich nun wieder mit mehr Sicherheit zu helfen. Diese Hilfe ist ja auch eine wichtige Aufgabe für alle Menschen per se, insbesondere aber auch für uns ApothekerInnen.
Fragestellung: Wo hat ein Defibrillator mehr Nutzen – in einer Bank oder gar in einer Apotheke? Wäre es nicht eine großartige Sache, wenn alle Apotheker in NÖ über ein derartiges Gerät verfügten? Eines Tages könnte vielleicht – Gott behüte – Ihr Mann bzw. Ihre Frau oder sonst ein naher Verwandter überleben, wenn ein Defibrillator in der Nähe ist, Voraussetzung ist aber dennoch die menschliche Geschicklichkeit und die erlernte Fertigkeit zur Ersten Hilfe.
Diese Fertigkeit bringt uns ein ganz klein wenig näher, dem Hippokratischen Eid zu genügen und unser akademisches »credo«und »spondeo« auch zu leben.
Für diese acht Stunden schulden wir unserer Kollegin ein großes Dankeschön.
Wann sind Sie ehrlich zu sich selbst und buchen den nächsten Erste Hilfe-Kurs?
Morgen könnten Sie schon einen anderen Menschen vor Schlimmem bewahren, bitte nützen Sie das Angebot.

Alles Liebe
Ihr Mag. Gerhard Katzer

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