WHO Feinstaub-Belastung verkürzt Lebenserwartung in EU deutlich Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat vor den schweren gesundheitlichen und finanziellen Folgen der Belastung durch Feinstaub gewarnt. Durch die Luftverschmutzung verkürze sich die durchschnittliche Lebenserwartung in der EU um 8,6 Monate - in manchen Bereichen sogar um 10,2 Monate, teilte die WHO in Berlin mit. Mit den neuen EU-Vorgaben zur Luftverschmutzung könnte bis zum Jahr 2010 in der EU die durchschnittliche Lebenserwartung um 2,3 Monate verlängert werden. Das bedeute rechnerisch in der EU die Verhinderung von 80.000 vorzeitigen Todesfällen. Gleichzeitig verwies die WHO auf damit verbundene finanzielle Einsparungen. Die Organisation erwarte, dass der finanzielle Gewinn einer verminderten Sterblichkeit aufgrund der Maßnahmen zur Feinstaubbekämpfung in der EU jährlich zwischen 58 Mia. und 161 Mia. Euro liegen könnten. Die Ersparnisse durch vermiedene Krankheiten würden sich demnach auf 29 Mia. Euro belaufen. Feinstaub macht Allergie auslösende Pollen aggressiver Feinstaub in der Luft, vor allem Ruß, kann die Pollen noch aggressiver machen, so die Chefärztin für Dermatologie am Klinikum Augsburg, Dr. Julia Welzel. Feinstaub verändere die Oberflächenstruktur der Pollen, allergieauslösende Eiweißstoffe strömten vermehrt, und die belasteten Pollen verstärkten im Körper Entzündungen etwa an den Bronchien. |