Aktueller Fall
»Vergiftete« Alternativmedizin-Präparate
Die österreichische Tageszeitung »Der Standard« berichtete in seiner Ausgabe vom 15. Juni erneut von einem tragischen Fall. Ein Oberösterreicher hat sich eine schwere Bleivergiftung durch die Einnahme von ungeprüften Präparaten aus dem Ausland zugezogen. Der Patient reiste zwei mal pro Jahr nach Sri Lanka, um dort verschiedene Pulver, Pasten und Sirupe anlässlich einer Ayurveda-Kur zu kaufen. Durch die konstante Einnahme dieser Präparate verschlechterte sich sein Gesundheitszustand, bis eine schwere Bleivergiftung in einem Krankenhaus diagnostiziert wurde.
Laut WHO sind 10 Prozent aller Medikamente weltweit gefälscht, und unglaubliche 16 Prozent aller gefälschten Medikamente sind sogar vergiftet. Die Österreichische Apothekerkammer empfahl daraufhin in einer Aussendung, aus Sicherheitsgründen Arzneimittel und verwandte Präparate nur in einer österreichischen Apotheke zu kaufen. Die Produkte aus Apotheken unterliegen strengen Prüfungs- und Zulassungsverfahren. Zusätzlich wird jeder Kunde persönlich und individuell beraten. Die österreichischen Apotheker haben im Jahr 2003 ca.108 Millionen Beratungsgespräche mit Kunden geführt. Gerade in den beliebten Reisemonaten Juli und August lohnt sich ein Besuch in der Apotheke vor Antritt einer Reise. |