European Pharmaceutical Students' Association (EPSA)
Europas Pharmaziestudenten
Gemeinsam. Die European Pharmaceutical Students' Association (EPSA) ist eine nicht gewinnorientierte, nicht politische und nicht religiöse Organisation. Sie hat 33 Mitgliedsländer in ganz Europa und repräsentiert mehr als 120.000 europäische Pharmaziestudenten. Um ihre Ziele zu erreichen, unterhält EPSA ein dauerhaftes Netz von Kontakten, das den Austausch von Informationen zwischen Pharmaziestudenten und ihren repräsentativen Organisationen ermöglicht. EPSA organisiert auch Aktivitäten, die helfen, das Profil der Pharmaziestudenten und ihres Berufs zu erhöhen.
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EPSA-Präsident Timo Mohnani
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Die eigentlichen Aufgaben von EPSA wurden 1982 formuliert und beim 21. EPSA Kongress in Alcala de Henares, Madrid, 1998, erweitert und aktualisiert, bei dem auch die gesamte Struktur der EPSA erneuert wurde. Das Hauptziel von EPSA ist:
"Die Interessen und Meinungen der europäischen Pharmaziestudenten zu entwickeln und Austausch und Zusammenarbeit unter ihnen zu ermutigen."
Folgende Regeln beschreiben die Art und Weise, wie EPSA handeln muss, um ihr Ziel zu erfüllen:
Aufrechterhaltung eines permanenten Netzes von Kontakten und eines Austauschs von Informationen für und zwischen Pharmaziestudenten und ihren repräsentativen Organisationen.
Entwicklung einer Kampagne zur Steigerung der Mobilität europäischer Pharmaziestudenten, besonders in Zeiten des Studiums, der Praktika oder der Forschung im Ausland.
Entwicklung eines Meinungskonsenses zwischen europäischen Pharmaziestudenten zur pharmazeutischen Ausbildung und anderen Themen von Interesse, wie dem Apothekerberuf.
Entwicklung und Organisation von Aktivitäten, die, wie oben genannt, dazu dienen, das Profil von Pharmaziestudenten und ihres Berufes zu schärfen.
Des weiteren arbeitet EPSA auch mit vielen anderen Organisationen überall in Europa zusammen und informiert sich laufend über die Arbeit, die von der »Europäischen Kommission Generaldirektion für Bildung und Kultur« und dem »Europarat Direktorat für Jugend und Sport« geleistet wird.
Geschichte
Im Frühjahr 1978 lud ANEPF (»Association Nationale des Etudiants en Pharmacie de France«) eine Gruppe Studenten aus verschiedenen europäischen Ländern zu ihrem Kongress nach Nancy, Frankreich, ein. Anlass dieses Treffens war es, über die weitergehende Europäische Gemeinschaft und die Forderung nach einer wechselseitigen Anerkennungen von Diplomen in Pharmazie innerhalb der Europäischen Gemeinschaft zu diskutieren. Außerdem wollte man die pharmazeutischen Studiengänge in den verschiedenen Ländern vergleichen.
Während des Treffens wurde es offensichtlich, dass die Aufgabe komplizierter war als angenommen, und dass Ergebnisse innerhalb kurzer Zeit schwer zu erzielen waren. Dennoch erkannten alle Teilnehmer die Notwendigkeit von Diskussionen und Entscheidungen zu diesen Themen.
Aus diesem Grund wurden Studenten nominiert, die im Rahmen der International Pharmaceutical Students' Federation IPSF ein europäisches Unterkomitee einrichten sollten, um diese Themen zu behandeln. Das European Sub-Committee ESC wurde auf dem 29. IPSF-Kongress in Edinburgh gegründet.
1982 wurde ESC eine unabhängige Organisation, das European Pharmaceutical Students' Committee, EPSC, das offiziell beim Gericht von Illkirch, Frankreich, registriert ist. Die Hauptaufgabe von EPSC war es, Vorarbeiten für einheitliche Studienabschlüsse in Hinblick auf die freie Bewegung von Pharmazeuten innerhalb der Europäischen Gemeinschaft zu leisten. Das Thema wurde von verschiedenen Seiten angegangen. Man verglich die Studienordnungen, was jedoch schwierig war, da die Fächernamen zwischen den Ländern differierten. Dennoch wurden viele Daten über die Studienordnungen in den verschiedenen Ländern gesammelt und ein Arbeitspapier mit dem Titel »Pharmazie in Europa, Fakten zur Pharmazeutischen Ausbildung und Praxis in europäischen Ländern« konzipiert.
Der aktuelle Name der European Pharmaceutical Students' Association, EPSA, wurde zehn Jahre, nachdem sie als unabhängige Vereinigung eingerichtet worden war, auf dem 15. EPSC-Kongress in Helsinki ausgewählt. Offiziell übernahm die »EPSA« diesen Namen jedoch erst im April 1993 auf dem 16. EPSA-Kongress in Tübingen.
Zurzeit hat EPSA 32 Mitgliedsländer und repräsentiert über 120.000 Pharmaziestudenten in ganz Europa. EPSA ist auch als NGO beim Europarat anerkannt und feierte das Jubiläum ihres fünfundzwanzigjährigen Bestehens mit ihrem 25. Kongress in Zagreb, Kroatien, im Jahr 2002. In diesem Jahr wurde sie auch als Beobachterorganisation in die National Union of Students in Europe (ESIB) aufgenommen.
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Struktur
Die EPSA-Struktur kann folgendermaßen dargestellt werden:
Vollversammlung, tagt während der jährlichen Kongresse
8 Vorstandsmitglieder, die aus allen europäischen Ländern kommen
1 dauerhaftes Büro, aktuell in Leiden, Niederlande, das im September 2004 nach Brüssel verlegt wird
1 Verantwortlicher für die EU, dessen Büro sich bei PGEU (Pharmaceutical Group of the European Union) befindet
5 Unterkomitees (Bildung, Mobilität, Promotion & Unterstützung, Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit)
Arbeitsgruppen
Verbindungssekretariate (eines für jedes Mitgliedsland)
Pharmaziestudenten
Auf dem 26. jährlichen EPSA-Kongress in Portoroz, Slowenien, von 21. bis 26. April 2003 wurde die neue Exekutive für 2003/2004 gewählt (s. ÖAZ 18/2003, S. 872). Sie setzt sich folgendermaßen zusammen:
Timo Mohnani (Präsident) Finnland
Riccardo Ferraiolo (Vizepräsident) Italien
Anna Coma (Generalsekretärin) Spanien
Bénigne Gandré (Schatzmeister) Frankreich
Dario Alfirevic (Studentenmobilität) Kroatien
Halil Tekiner (Promotion & Unterstützung) Türkei
Sergei Ganchev (Öffentlichkeitsarbeit) Bulgarien
Jorrit Neumann (Ex-Präsident) Niederlande
EPSA Veranstaltungen
Jährlicher Kongress: Der jährliche EPSA-Kongress ist die größte und aufregendste Veranstaltung im EPSA-Kalender. Dies ist eine Gelegenheit für die Delegierten aller Mitgliedsländer, zusammenzukommen, um ihre Motivation und ihren Enthusiasmus für das kommende Jahr aufzufrischen. Der 27. EPSA-Kongress wird in Bulgarien stattfinden. Details sind im Internet unter www.epsa-online.org/congress abrufbar.
Sommeruniversität: Die EPSA-Sommeruniversität wurde gegründet, um die Beziehung zwischen Pharmazie-, Medizin- und Zahnmedizinstudenten zu verbessern, mit Blick auf eine bestmögliche Annäherung und zum Nutzen des Patienten. Sie wird gemeinsam mit EMSA (European Medicine Students' Association) und EDSA (European Dental Students' Association) veranstaltet. Sie umfasst ein soziales Programm mit Workshops und Vorlesungen zu Themen der apothekerlichen Betreuung.
7 bis 10 Tage hindurch werden die Studenten von ausgewählten Experten an verschiedene interessante Themen herangeführt und erweitern ihr Wissen über die Pharmazie. Außerdem werden auch einige Unterrichtseinheiten für Pharmazie-, Zahnmedizin- und Medizinstudenten organisiert. Nach den morgendlichen Workshops werden nachmittags viele soziale Aktivitäten, darunter auch touristische Attraktionen, angeboten.
2. Jährlicher Kongress: Der 2. Jährliche Kongress ist ein internes Treffen der Organisation, das zum zweiten Mal am 28. Oktober 2003 in Valencia, Spanien, stattgefunden hat. Diese Veranstaltung wird vom EPSA-Vorstand in Abstimmung mit dem EPSA/ESCP-Symposium organisiert und es steht jedermann frei, zu kommen. Die Teilnehmer müssen nur für ihre eigenen Reise- und Aufenthaltskosten aufkommen.
Das Treffen dient:
der Einführung des neuen Verbindungssekretariats (Mitgliederkontakte) in die Organisation und ihre Arbeit.
der Vorstellung neuer Projekte und Pläne der EPSA und der direkteren Teilnahme an der EPSA-Organisation.
der Präsentation eines Zwischenberichts der Vorstandsarbeit
EPSA-ESCP Students' Symposium: Die European Society of Clinical Pharmacy, ESCP, und EPSA organisieren jedes Jahr ein Studenten-Symposium über ein relevantes Thema für die zukünftigen Pharmazeuten. Das Hauptziel dieses Symposiums ist, die Studenten näher an die klinische Realität zu bringen, sowohl im Krankenhaus als auch in der öffentlichen Apotheke. Vorlesungen, Workshops und runde Tische fördern die Debatte und die Diskussion zwischen dem Auditorium, vor allem Pharmaziestudenten, und den Rednern. In diesem Rahmen werden Beschlüsse vorbereitet, die die Generalversammlung auf ihrem jährlichen Kongress offiziell verabschiedet. Dieses erfolgreiche Ereignis fand am 29. Oktober 2003 in Valencia, Spanien, bereits zum vierten Mal statt.
EPSA-IPSF Educational Joint Symposium: Da sowohl die IPSF als auch die EPSA eine unbedingte Notwendigkeit sahen, die Kooperation zwischen den beiden Organisationen auszuweiten, riefen sie ein neues, gemeinsames Ereignis zu einem besonders wichtigen Thema, nämlich der pharmazeutischen Ausbildung, ins Leben.
Die Veranstaltung mündete in das gemeinsame Positionspapier der EPSA und der IPSF »Pharmazeutische Ausbildung eine Vision für die Zukunft«. Die gemeinsame Initiative beweist eindrucksvoll, dass die Diskussion zu diesem grundlegenden Thema noch lange nicht abgeschlossen ist und dass sich alle Akteure, die tagtäglich zur pharmazeutischen Ausbildung beitragen, kontinuierlich damit auseinander setzen müssen.
Das 2. gemeinsame Symposium der EPSA und der IPSF zur »Verbesserung der Pharmazeutischen Ausbildung« fand von 15. bis 19. Oktober 2003 in Strasbourg, Frankreich, statt. Detaillierte Informationen sind unter http://js2003.free.fr abrufbar.
Weitere Informationen über die EPSA und ihre Projekte sind auf der EPSA-Homepage http://www.epsa-online.org zugänglich.
Mag. iur. Karin Rösel-Schmid
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