ÖAZ Aktuell (Ausgabe 21/2001)

Kurz & Aktuell 21/2001

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KURZ & AKTUELL

Hepatitis A-Impfung für Kindergarten-Kinder

Urteil gegen »Gesund & Vital«

Gefahr Sekundenschlaf

»Tag der Apotheke«

Kinder-Krebs-Hilfe

Rauchertherapie-
Aktion

Medica 2001

fortissimo: Dienstleistungs-
qualität Beratung

Durchschlafstörungen

Gefahr Sekundenschlaf

Chronische Schlafprobleme können gravierende gesundheitliche Folgen haben und zu Unfällen führen, wenn etwa übermüdete Menschen Maschinen bedienen oder Kraftfahrer vom so genannten »Sekundenschlaf« übermannt werden.
Vom Menschen wird immer mehr Flexibilität und Mobilität gefordert, ohne Rücksicht auf das natürliche Schlaf- und Ruhebedürfnis. "Missachtet wird dabei häufig, dass Maschinen nonstop funktionieren, während dem Menschen biologische Grenzen gesetzt sind: Er wird müde, die Maschine nicht", erklärt Jürgen Zulley, Schlafexperte an der Universität Regensburg. Wer schlecht schläft, vermindert nicht nur seine Lebensqualität. "Chronische Störungen des Schlafes können fatale Langzeitfolgen haben und zu Bluthochdruck, koronarer Herzerkrankung, Schlaganfall, Magen-Darm-Erkrankungen, Krebs und psychischen Störungen wie Depressionen führen", warnt Zulley.
Die Folgen von Schlafproblemen – Mediziner unterscheiden heute 88 verschiedene Schlaf-Wach-Störungen – schlagen sich auch in der Unfallstatistik nieder. Experten gehen davon aus, dass Müdigkeit insgesamt bis zu 20 Prozent aller Unfälle im Transportwesen verursacht. Laut einer Studie war 1991 ein Viertel aller Verkehrstoten auf bayerischen Autobahnen auf Einschlafen am Steuer zurückzuführen. Den volkswirtschaftlichen Schaden ermüdungsbedingter Unfälle beziffern Experten in Deutschland auf 20 Milliarden Mark pro Jahr.
Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) leiden in Deutschland allein 25.000 Menschen unter Narkolepsie, bei der mehrmals täglich kurze Anfälle von Schlafsucht auftreten. Weitere 800.000 sind von der so genannten Schlafapnoe betroffen, die sich durch extrem lautes Schnarchen bemerkbar macht und vorwiegend übergewichtige Männer im mittleren Lebensalter trifft. Da bei Schlafapnoe die Atmung im Schlaf nicht einwandfrei funktioniert und aussetzen kann, erhalten die Patienten nicht genug Sauerstoff. Dies kann der Auslöser für Bluthochdruck, Herzversagen sowie Herz- und Schlaganfälle sein. Der natürliche Schlafrhythmus kann auch durch Schichtarbeit, Dauerstress oder persönliche Konflikte gestört sein.

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