SLIT als Tropfen

Wirksamkeit bei Gräserallergie bestätigt

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Besonders Gräserpollen führen zu deutlichen Einschränkungen von Lebensqualität, Schlaf und Produktivität. Neben Allergenvermeidung und symptomlindernden Medikamenten bleibt die spezifische Immuntherapie die einzige kausale Therapie. Neben der subkutanen Form stehen SLIT‑Tabletten zur Verfügung – zunehmend rücken jedoch Tropfen als Alternative in den Fokus.


Sublinguale Tropfen als flexible Therapieoption

Eine aktuelle Phase‑III‑Studie untersuchte 5‑Gräser‑Pollen‑Tropfen bei 445 Erwachsenen mit moderater bis schwerer allergischer Rhinokonjunktivitis über 26 Monate. Die Patient:innen erhielten SLIT‑Tropfen oder Placebo; primärer Endpunkt war der durchschnittliche tägliche Total Combined Score (TCS) im zweiten Pollensaison‑Peak. Die SLIT‑Gruppe erreichte eine signifikante Reduktion des TCS mit einer relativen Verbesserung von 26,5 % gegenüber Placebo – vor allem durch geringeren Bedarf an symptomatischen Medikamenten. Auch die Lebensqualität profitierte: Der Rhinitis‑Quality‑of‑Life‑Score verbesserte sich klinisch relevant, wenn auch ohne statistische Signifikanz. Die Behandlungszufriedenheit stieg deutlich, die Wahrscheinlichkeit einer Verbesserung lag um 81 % höher als unter Placebo. Das Sicherheitsprofil war günstig. Die meisten Nebenwirkungen waren mild und lokal, darunter oraler Pruritus, Halsirritationen und Schwellungen im Mundbereich. Die Autor:innen sehen darin eine gute Grundlage für die Anwendung im häuslichen Umfeld.
RS

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