Ein aktueller systematischer Review untersuchte fünf Studien mit insgesamt 2.006 Erwachsenen.
Das Ergebnis: Wearables und persönliches Schlafempfinden stimmten nur begrenzt überein. Besonders groß war die Abweichung bei Menschen mit Insomnie: Während Gerät und eigene Einschätzung bei guten Schläfer:innen in 82,4 % der Fälle übereinstimmten, waren es bei Personen mit Insomnie nur 39,4 %. Auch gegenüber medizinischen Schlafmessungen zeigten sich Unterschiede. Wearables überschätzten teilweise die tatsächliche Schlafzeit und unterschätzten nächtliche Wachphasen – dadurch kann ein verzerrtes Bild der eigenen Schlafqualität entstehen.
Guter Schlaf ist dabei auch für die Immunfunktion wichtig: Dauerhaft schlechter oder zu kurzer Schlaf kann die körpereigene Abwehr beeinträchtigen.
Fitnessuhren mit Schlaftracking können hilfreiche Hinweise liefern, ersetzen aber weder das eigene Empfinden noch eine medizinische Abklärung bei langanhaltenden Beschwerden.