93 % der untersuchten Einrichtungen waren von mindestens 20 Hitzetagen betroffen, während zwischen den Jahren 1961 und 1990 keine einzige Gesundheitseinrichtung 20 oder gar mehr Hitzetagen pro Jahr ausgesetzt war. Bei der Analyse wurden 1.239 Standorte untersucht – 251 Krankenanstalten, 856 Senioren- und Pflegeeinrichtungen sowie 132 Standorte von Primärversorgungseinrichtungen. Gerade letztere waren besonders betroffen: 36 % lagen im langjährigen Mittel an Standorten mit mindestens 20 Hitzetagen pro Jahr. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die Einheiten sind meist im urbanen Bereich angesiedelt – der sogenannte „Hitzeinsel-Effekt“ verstärkt die Belastung zusätzlich. Beschattung, Begrünung sowie geeignete Kühllösungen sind Themen, denen man sich künftig vermehrt widmet.
Klimagesetz in Begutachtung
Klima und Hitze waren auch Thema der Sondersitzung im Nationalrat, die von den GRÜNEN unter dem Titel „Alarmstufe Rot: Klimakrise endlich ernst nehmen, Hitzeschutz ausbauen und wirksames Klimaschutzgesetz vorlegen“ initiiert wurde. Die FPÖ betonte, dass der natürliche Klimawandel weiter voranschreiten werde, EU-Vorgaben zur Klimaneutralität würden daran nichts ändern. Die Regierung – bestehend aus ÖVP, SPÖ und NEOS – bekennt sich zum Ziel der Klimaneutralität bis 2040. Ein entsprechendes Klimaschutzgesetz wurde noch im September in Begutachtung geschickt, ein erster Klimafahrplan soll bis Ende 2027 erarbeitet werden.ZK