2024 war das Ausgabenwachstum mit 8,3 % noch deutlich stärker ausgefallen. Heuer betrug das Plus 3,5 Mrd. Euro. Auch der Anteil der Gesundheitsausgaben am BIP wuchs – um 0,2 Prozentpunkte auf 11,9 %. „Die Ausgaben im österreichischen Gesundheitswesen haben im Jahr 2025 erstmals die 60-Milliarden-Marke überschritten“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria. Das Wachstum sei mit 6,1 % jedoch moderater als im Jahr davor ausgefallen.
Drei Viertel aus öffentlichen Mitteln
Der größte Teil der Kosten liegt nach wie vor bei der öffentlichen Hand: Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungsträger kamen zusammen für 46,4 Mrd. Euro auf (knapp 76 % der laufenden Gesundheitsausgaben). Das entspricht einem Zuwachs von 5,9 %; der Schnitt der Periode 2018–2024 hatte noch bei 6,6 % gelegen.
Stärker als bisher stiegen hingegen die privaten Ausgaben. Haushalte, freiwillige Krankenversicherungen, Organisationen ohne Erwerbszweck und Unternehmen trugen 15,0 Mrd. Euro bei. Mit 6,5 % Zuwachs übertrafen sie den langjährigen Schnitt von 5 % (2018–2024) deutlich – ein Hinweis darauf, dass sich ein wachsender Teil der Gesundheitsfinanzierung auf private Zahlende verlagert.