Das Ergebnis: eine „Checkliste Gesundheitsreform“ mit fünf priorisierten Punkten – darunter einige, die für die Apothekerschaft relevant sind. Ganz oben steht neben klaren Finanzierungszuständigkeiten die gezielte Steuerung von Patient:innen durch das System. Wie dringend diese ist, zeigt eine beim AHF genannte Zahl: 40 bis 60 % der Patient:innen in den Notaufnahmen gelten als fehlgeleitet. ÖGK-Obmann Peter McDonald verwies zudem auf die im internationalen Vergleich hohe Spitalslastigkeit, durch die Mittel für den Ausbau des niedergelassenen Bereichs fehlen.
„Luft nach oben“ bei der Gesundheitskompetenz
Auch Prävention und Gesundheitskompetenz zählen zu den Top-Prioritäten. „Wir sind in Österreich schwach bei Gesundheitskompetenz und Prävention, auch hier braucht es größere Anstrengungen und mehr Vermittlung“, betonte Nationalratsabgeordnete Mag. Dr. Juliane Bogner-Strauß. Mag. Elisabeth Potzmann, Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbands, forderte, dass das Potenzial aller Gesundheitsberufe gehoben werden müsse, um die Versorgung zu sichern: „Wenn diese Berufe ständig Einschränkungen in der Ausübung ihrer Befugnisse erleben, ist das nicht nur schlecht für die Versorgung, sondern auch demotivierend für die Menschen, die in diesen Berufen arbeiten.“