Beide Präparate werden bereits in der deutschen S1-Leitlinie empfohlen. Die FD, auch als Reizmagen bezeichnet, ist ein heterogenes Krankheitsbild, das als Störung der Darm-Hirn-Interaktion interpretiert wird. Charakteristische Symptome sind wiederkehrende Oberbauchbeschwerden, postprandiales Völlegefühl, vorzeitige Sättigung oder epigastrische Schmerzen. Eine strukturelle Ursache lässt sich nicht nachweisen.
Erstmals zur medikamentösen Erstlinientherapie
Die evidenzbasierte Phytotherapie kann die multifaktoriellen Ursachen der FD-Symptome wirksam angehen. Die Wirkung von STW 5 und STW 5-II setzt an verschiedenen Stellen an. Dieser Multi-Target-Ansatz ist auf die gezielte Kombination mehrerer Heilpflanzenextrakte zurückzuführen. Die Therapie bei FD sollte zudem auch Ernährungsmanagement und verhaltenstherapeutische Maßnahmen mit einschließen.
Rome V unterscheidet klarer zwischen dem postprandialen Distress-Syndrom (PDS) mit Beschwerden innerhalb von zwei Stunden nach einer Mahlzeit und dem epigastrischen Schmerzsyndrom (EPS) mit mahlzeitenunabhängigen Schmerzen oder Brennen. Für beide Subtypen werden STW 5 und STW 5-II als First-Line-Optionen genannt.
Quelle
Bayer Vital GmbH, Presseinformation 2026, Neue Rome V-Kriterien zu DGBI: Internationale Rome V-Leitlinien empfehlen erstmals Phytotherapeutika bei funktioneller Dyspepsie, abgerufen am 27.07.2026