Das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt mit rund drei Millionen Euro geförderte Projekt „ContraPur“ wird von Professor Marc Spehr von der RWTH Aachen koordiniert und läuft über drei Jahre.
Im Fokus steht die purinerge Signalübertragung im Hoden: Das Molekül ATP löst Kontraktionen in den Muskelzellen rund um die Samenkanälchen aus und ermöglicht so den Transport reifer, aber noch unbeweglicher Spermien. Durch gezielte Beeinflussung dieses Mechanismus soll der Spermientransport vorübergehend blockiert werden – ohne die Fruchtbarkeit dauerhaft zu beeinträchtigen. Parallel testet die LMU München potenzielle Wirkstoffkandidaten an peritubulären Hodenzellen.