Neue DGKJ-Empfehlung

Vegane Kinderernährung

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Die vegane Lebensmittelpyramide © Shutterstock
Die vegane Lebensmittelpyramide © Shutterstock

Vegetarisch oder vegan aufwachsende Kinder brauchen laut einer aktualisierten Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) gezielte Begleitung – vor allem bei kritischen Nährstoffen.

Anlass für die Aktualisierung sind veränderte Ernährungsgewohnheiten: Laut dem aktuellen deutschen Ernährungsreport ernähren sich 14 % der 14- bis 29-Jährigen vegetarisch, 37 % der Gesamtbevölkerung ­überwiegend pflanzenbasiert. Jede einseitige Kost könne das Risiko für Nährstoffdefizite erhöhen, erläuterte Mitautorin Silvia Rudloff – im Blick stünden vor allem Vitamin B12, Eisen, Jod, Kalzium, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren. Die DGKJ rät zu Ernährungsanamnese, Wachstumskontrollen und laborchemischen Checks. Vitamin B12 sollte auch bei vegetarischer Ernährung überwacht werden, bei veganer Ernährung sei die Supplementierung zwingend. 

Eine Metaanalyse von 59 Studien mit 48.626 Kindern zeigt: Vegetarisch und vegan ernährte Kinder zeigten günstigere Cholesterinwerte, aber ein schlankeres Wachstumsprofil – bei Veganer:innen fielen Größe und Gewicht am deutlichsten niedriger aus. Kritisch blieben Vitamin B12 und Vitamin D, bei Veganer:innen zusätzlich Eisen. Gut geplant ermöglichen beide Kostformen jedoch gesundes Wachstum.

Quelle

Lotti et al., Critical Reviews in Food Science and Nutrition, 2026;66(13):2453–2473

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