Kein erhöhtes Risiko 

Langzeit-PPI-Einnahme und Magenkrebs

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Ergebnisse und Limitationen der Analyse


Insgesamt wurden 17.232 Patient:innen mit Magenkrebs identifiziert und 172.297 gematchten Kontrollen gegenübergestellt. Erfasst wurde die mindestens einjährige Einnahme von PPI oder H2-Blockern, wobei die letzten zwölf Monate vor Diagnose ausgeschlossen wurden (um eine potenziell falsche Assoziation zu verhindern). Nach Adjustierung für zahlreiche Risikofaktoren – darunter Helicobacter pylori, Ulkusanamnese, Rauchen, Alkoholabhängigkeit, Adipositas, Typ-2-Diabetes und relevante Medikation – zeigte sich kein erhöhtes Risiko für Magenkarzinome unter langfristiger PPI- oder H2-Blocker-Anwendung.


Die Autor:innen betonen jedoch wichtige Einschränkungen: Als Beobachtungsstudie erlaubt die Analyse keine kausalen Schlussfolgerungen. Zudem fehlten Daten zur familiären Belastung, zu Ernährungsfaktoren und zur genauen Therapietreue. 


Trotz dieser Limitationen stützt die Studie – basierend auf bis zu 26 Jahren qualitativ hochwertiger Registerdaten – klar die Einschätzung, dass eine notwendige Langzeittherapie mit PPI nicht mit einem erhöhten Magenkrebsrisiko verbunden ist. Dies bietet sowohl Patient:innen als auch Behandelnden eine wichtige Grundlage für die klinische Entscheidungsfindung.

Quelle
Duru O, et al.: Long term use of proton pump inhibitors and risk of stomach cancer: 
population based case-control study in five Nordic countries BMJ 2026; 392 :e086384 DOI:10.1136/bmj-2025-086384

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